Lyophyllaceae 2025 (s.l.)
Nr. 1: Leucocybe candicans (Pers.) Vizzini, P. Alvarado, G. Moreno & Consiglio
Zur Bestimmung: Mit Gröger geschlüsselt. Sollte sequenziert werden.
Funddaten: 24.08.2025; MTB 8433-1-2-3, 1220 m; 47,57762 11,21763; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Eschenlohe, Schellenberg; Bergmischwald (Tanne, Fichte, Buche, Bergahorn) über Hangschutt (oberhalb Dolomitstein); bei Buche, Fichte und Tanne in gemischter Laub-Nadelstreu, auf Laub, Nadelstreu und abgestorbenen Moostrieben; gesellig (ca. 20 Fk);
Hut: 0,8 – 1,6 cm breit, flach gewölbt, im Zentrum bisw. schwach vertieft, trocken, stellenweise firnisartig bereift, im Zentrum bisw. felderig aufreißend, am Rand oft glasig und durchscheinend gestreift, im Zentrum meist wässrig cremegrau, sonst weißlich;
Stiel: bis 3 x 0,25 cm, basal gleichdick, creme bis cremegrau, am Lamellenansatz meist weiß beschürfelt, sonst schütter weißlich überfasert;
Lamellen: herablaufend, normal gedrängt (ca. 30 erreichen den Stiel), ziemlich dick; cremeweiß;
Fleisch: siehe Schnittbild;
Geruch: aromatisch-obstig (wie Apfel);
Sporenpulver: weiß;
Mikromerkmale vom Exsikkat:
HDS: irreguläre Cutis, mit teilweise aufragenden zylindrische bis schwach keuligen Endzellen, Zellen in der obersten Lage schmal, teils etwas verquollen und verzweigt, in eine dünne gelatinöse Matrix eingebettet; Schnallen vorhanden, Pigment unauffällig;
Lamellenschneide: fertil;
Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, 18-23 x 5-5,5 µm;
Sporen: ellipsoid, in Kongo stark klumpend, schwach kongophil, Maße: 5,5 x 3,3 (4,7-6,7 x 3,1-3,5), Q=1,68 (1,47-2,03), 20 Sp. vom Abwurf gemessen;
Nr. 2: Lyophyllum transforme (Britzelm.) Singer
Zur Bestimmung: Stimmt am besten mit den bislang als L. transforme bestimmten Kollektionen überein.
Funddaten: 06.09.2025; MTB 8435-2-1-4, 790 m; 47,58309; 11,60408; D-By-Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Gemeinde Lenggries, Walchental; Bergmischwald (Buche, Fichte, Tanne, Bergahorn, Esche) über Talfüllung (Dolomitstein); bei Buchen; gesellig (2 Fk);
Hut: 4-5,8 cm breit, gewölbt, ohne Buckel, trocken, feinst radialaderig, sonst glatt, graubraun, ganz am Rand schwach durchscheinend gestreift, nicht hygrophan;
Stiel: bis 7 x 1,3 cm, zur Basis hin keulig (bis 2,3 cm breit), schmutzig weiß, bei Berührung grauend;
Lamellen: kurz ausgebuchtet angewachsen, gedrängt, cremegrau, nach dem Drüberstreichen langsam grauend;
Fleisch: siehe Schnittbild;
Geruch: im Schnitt aromatisch fruchtig;
Mikromerkmale vom Exsikkat:
HDS: Ixocutis, Zellen in der obersten Lage etwas verquollen und teils gelifiziert, sonst intakt, locker liegend und schmal; Pigment deutlich blassbraun quergestreift inkrustierend; Schnallen vorhanden;
Lamellenschneide: fertil;
Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Maße: 29-36 x 8,5-10 µm;
Sporen: Kongo-Präparat mit zahlreichen Öltropfen durchsetzt, Sporen großteils kollabiert, in Seitenlagen überwiegend triangelförmig, basal aber oft auch abgerundet, auch herzförmig (oder wie der Kopf einer Gottesanbeterin), in Aufsicht rhomboid bis komplett unförmig irregulär, schwer zu messen, nicht kongophil; Maße: 8,0 x 6,1 (7,2-9,0 x 5,6-6,9), Q=1,31 (1,14-1,55), 20 Sp. vom Abwurf gemessen;
Nr. 3: Lyophyllum spec.
Zur Bestimmung: Unklar. Schlüsselt sich mit Gröger als L. deliberatum, diese Art hat aber rhomboide Sporen mit viel niedrigerem Q-Wert. Mit FN als L. amygdalosporum zu schlüsseln, das aber auch Sporen mit viel niedrigerem Q-Wert hat. Sequenzieren!
Funddaten: 05.11.2025; 350 m, Koordinaten: 9,50019 E; 44,26796 N; Italien, Ligurien, Castiglione Chiavarese, Mossa, Monte Groppe; niedriger Steineichenwald; bei Steineiche; einzeln;
Hut: 4,3 cm breit, gewölbt mit flachem breitem Buckel, glatt, nicht eingewachsen faserig, dunkel graubraun, schwach hygrophan;
Stiel: 6,5 x 1 cm, basal schwach verjüngt, cremeweiß, zur Basis hin schwärzend;
Lamellen: gerade angewachsen, gedrängt (ca. 70 erreichen den Stiel), cremegrau, auf Druck grauend;
Fleisch: siehe Schnittbild;
Geruch: im Schnitt nach Mehl;
Sporenpulver: weiß;
Mikromerkmale vom Exsikkat:
HDS: irreguläre Cutis, Zellen in der obersten Lage ziemlich stark verquollen und teils mit Auswüchsen, darunter eher regulär; Pigment schwer lokalisierbar, am ehesten parietal gelbbraun; Schnallen vorhanden;
Lamellenschneide: fertil;
Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Maße: 32-41 x 7,5-9 µm;
Sporen: schlank ellipsoid bis fusoid, mit leichter Hilardepression und dadurch basal meist etwas zugespitzt; nicht kongophil; Maße: 9,0 x 4,7 (7,6-10,9 x 4,3-5,3), Q=1,91 (1,77-2,18), 30 Sp. vom Abwurf gemessen;