Entolomataceae 2025

Nr. 1: Entoloma araneosum (Quél.) Mos.

Zur Bestimmung: Schon makroskopisch unverwechselbar.

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Funddaten: 26.09.2025; MTB 7735-4-3-2, 495 m; Koordinaten: 48,21527; 11,60730; D-By-München, Fröttmaninger Heide Süd; Mischwald (Kiefer, Ahorn, Hartriegel) über spätwürmzeitlichen Schmelzwasserschottern; an stickstoffreicher Stelle mit Brombeere bei Kiefer und Ahorn in gemischter Streu; gesellig (ca. 10 Fk);
Hut: bis 2,8 cm breit, kegelig bis ausgebreitet, meist mit deutlich vorgezogenem Buckel, auf graubraunem Grund weißlich grob überfilzt bis abstehend faserschuppig, alt mehr anliegend filzig; Stiel: bis 5,3 x 0,4 cm, basal schwach verjüngt, schmutzig grau bis beigegrau, apikal fast flaumig beflockt, sonst weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und mäßig breit bis schmal angewachsen, mäßig gedrängt (ca. 27 erreichen den Stiel, ziemlich düster graubraun; Schneiden weißlich, kaum flockig; Fleisch: im Stiel fast schwarz, siehe Schnittbild; Geruch: unangenehm (Mottenkugel?); Mikromerkmale vom Exsikkat: Cheilozystiden: bauchig-fusoid bis ballonförmig und stets mukronat oder rostrat mit +/- langem Auswuchs, sehr unterschiedlich groß, ca. 50-82 x 18-30 µm; Pleurozystiden: fehlend; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-7 normal ausgeprägten Ecken; Maße: 11,5 x 8,2 (10,6-13,2 x 7,6-9,3), Q=1,41 (1,26-1,59), 20 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 2: Entoloma sodale (Kühner & Romagn.) ex Noordel.

Zur Bestimmung: Wohl unkritisch.

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Funddaten: 05.08.2025; MTB 7735-4-3-4, 495 m; 48,20980, 11,60895; D-By-München, Fröttmaninger Heide Süd; Schotterheide über spätwürmzeitlichen Schmelzwasserschottern; in der mageren Wiese; gesellig bis kleinbüschelig (Massenauftreten auf der ganzen Wiese); verges. mit E. fridolfingense;
Hut: 2,0-2,7 cm breit, campanulat, am Scheitel schwach genabelt, am ganzen Hut oder am Scheitel auf braunem Grund grauweißlich bis gleichfarben faserschuppig, bis zum Scheitel durchscheinend gestreift; nicht hygrophan; Stiel: bis 5,5 x 0,3 cm, zylindrisch, bisw. etwas breitgedrückt und mit Längsfurche, basal gleichdick und oft weit herauf weißfilzig, längsfaserig, frisch zart lilablau; Lamellen: aufsteigend und mäßig breit angewachsen, cremegrau, alt mit schwachem Rosaton; Schneiden feinst weißflockig, gleichfarben; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: Lamellenschneide: substeril oder fertil; Cheilozystiden: stark eingebaut und leicht zu übersehen, in einem Präparat völlig fehlend, in einem zweiten in Clustern, in einem dritten praktisch an der gesamten Schneide vorhanden, in im vierten nur vereinzelt auftretend, büschelig bis verstreut, keulig, farblos oder blass bräunlich pigmentiert, aus dem Hymenium entspringend; Maße: 16-45 x 11-21 µm; Basidien: 4-sporig, ohne Schnallen; 30-39 x 12-13,5 µm Sporen: heterodiametrisch, mit 7-9 gut bis mäßig ausgeprägten Ecken; Maße: 11,7 x 8,2 (10,4-13,6 x 7,4-9,1), Q=1,44 (1,29-1,75), 20 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 3: Entoloma fridolfingense Noordel. und Lohmeyer

Zur Bestimmung: Zusätzlich inkrustierendes Pigment in der HDS ist mir bei dieser Kollektion zum ersten Mal aufgefallen. Trotzdem sicher identisch mit den bisherigen Funden der Art, die in der ITS mit dem Lectotyp von E. caccabus übereinstimmen.

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Funddaten: 05.08.2025; MTB 7735-4-3-4, 495 m; 48,20980, 11,60895; D-By-München, Fröttmaninger Heide Süd; Schotterheide über spätwürmzeitlichen Schmelzwasserschottern; in der mageren Wiese; gesellig bis kleinbüschelig (Massenauftreten auf der ganzen Wiese); verges. mit E. sodale;
Hut: 1,5-3,1 cm breit, flach trichterförmig mit herabgebogenem Rand, trocken, glatt und matt, dunkel olivbraun bis schokoladenbraun, bis zum halben Radius durchscheinend gestreift, schwach hygrophan, streifig heller braun verblassend; Stiel: bis 3 cm lang und bis 0,4 cm breit, zylindrisch, selten mit Längsfurche, basal gleichdick oder schwach keulig erweitert und weißfilzig, olivbraun, kahl oder schwach silbrigweiß überfasert; Lamellen: habituell absteigend, kurz herablaufend (oft nur mit Zahn), gedrängt (ca. 26 – 30 erreichen den Stiel), cremebeige, Schneiden ziemlich glatt und gleichfarben; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: im Schnitt deutlich nach Mehl; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, stellenweise mit spindeligen, ca. 13-22 µm breiten Endzellen; Pigment braun, doppelt, intrazellulär (diffus, granulär und vakuolär) und sehr fein quergestreift inkrustierend; Schnallen vorhanden; Lamellenschneide: steril, Cheilos aber gut eingebaut; Cheilozystiden: schlank keulig, oft lang und schlank gestielt, sehr dünnwandig, farblos; Maße: 30-58 x 8-15 µm; Basidien: 4-sporig, 2-sporige eingestreut, mit Schnallen; Maße: 33-42 x 10-11,5 µm; Sporen: heterodiametrisch, mit 7-9 gut ausgeprägten Ecken, manchmal fast wellig, Maße: 9,3 x 6,5 (8,5-10,5 x 6,1-7,4), Q=1,42 (1,33-1,54), 20 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 4: Entoloma lampropus (Fr.) Hesler

Zur Bestimmung: Mit Morozova (2014) geschlüsselt. Unkritisch.

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Funddaten: 07.08.2025; MTB 8239-3-1-4, 985 m; 47,73176, 12,19982; D-By-Landkreis Rosenheim, Gemeinde Nußdorf am Inn, Daffnerwaldalm; Bergmischwald (Fichte, Buche, Tanne, Bergahorn, Esche) im Übergangsbereich von Oberräthkalk zu Hauptdolomit; bei alten Buchen, Bergahorn und (weiter entfernt) Fichte, in der Laubstreu; einzeln;
Hut: 2,7 cm breit, konvex, graubraun bis dunkelbraun, radialfaserig, seidig glänzend, ungestreift, nicht hygrophan; Stiel: 8 x 0,3 cm, auf dunkel stahlblauem Grund weißlich überfasert; Lamellen: aufsteigend und schmal angewachsen, gedrängt, graubeige; Geruch: schwach aromatisch, eher etwas unangenehm; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, am Scheitel mit trichodermalen Strukturen, Pigment etwas entfernt vom Scheitel nur fein quergestreift braun inkrustierend, am Scheitel eindeutig doppelt, intrazellulär braun bis dunkelbraun und zusätzlich quergestreift inkrustierend; Schnallen vorhanden; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: 1-, 2-, 3- und 4-sporig gemischt, Maße: 29-37 x 8,5-11 µm; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-8 (überwiegend 7) meist gut ausgeprägten Ecken, selten etwas wellig, Maße: 8,9 x 6,6 (8,5-9,9 x 6,2-7,1), Q=1,36 (1,28-1,48), 20 Sp. vom Hut und im Lamellenpräparat gemessen;

Nr. 5: Entoloma sericellum (Fr.) P. Kumm.

Zur Bestimmung: Ludwigs Kollektion 94.51F hat auch diese seltsamen 4-eckigen Sporen. Ob das wirklich alles dasselbe ist? Sollte man mal sequenzieren.

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Funddaten: 28.09.2025; MTB 7031-4-2-3, 460 m; Koordinaten: 48,92773; 10,97806; D – By –Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Gemeinde Pappenheim, Drei Linden; Wacholderheide mit lockerem Baumbestand über Jurakalkstein (Arzberg-Formation); bei einem Ligusterstrauch im tiefen, nassen Moos; gesellig (3 Fk);
Hut: 2 – 3,5 cm breit, kegelig mit abgerundetem Scheitel, trocken, fein seidig-faserig weiß überreift, weiß, stellenweise (vor allem um den Scheitel) braubeige durchschimmernd, nicht hygrophan; Stiel: bis 7,5 x 0,8 cm, basal verjüngt, cremeweiß, etwas glasig, kahl; Lamellen: aufsteigend und mäßig breit (auch kurz ausgebuchtet) angewachsen, normal gedrängt, schön rosa; Schneiden gleichfarbig und glatt; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, am Scheitel mit schlank keuligen Endzellen (bis ca. 14 µm breit), Pigment unauffällig, Schnallen groß und zahlreich; Lamellenschneide: heterogen, mit einzelnen bis schwach büscheligen Cheilozystiden; Cheilozystiden: subzylindrisch, lageniform, fusoid, sehr lang und schlank, farblos; ca. 72-101 x 7-11 µm; Lamellentrama: kurz septiert, Zellen eher breit; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Maße: 40-58 x 12-19 µm; Sporen: subisodiametrisch, mit 4-5 abgerundeten Ecken, Maße: 9,6 x 8,0 (8,2-10,5 x 7,0-9,2), Q=1,19 (1,05-1,24), 20 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 6: Entoloma cf. noordeloosii Hauskn.

Zur Bestimmung: Unklar. UG Rhodopolia. Auffallend die Cheilozystiden und die Mykorrhiza mit Nadelbäumen. Habitus, inkrustierendes HDS-Pigment und Sporenmaße würden zu E. noordeloosii passen.

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Funddaten: 02.10.2025; MTB 8136-4-1-2, 730 m; Koordinaten: 47,84841; 11,77642; D-By-Landkreis Miesbach, Gemeinde Valley, Taubenberg Nord, Obermoos; Mischwald (Tanne, Fichte, Buche) über Oberer Süßwassermolasse (karbonatisches Konglomerat); bei Tannen und Fichten im Moos (u.a. Polytrichum); gesellig (ca. 8 Fk);
Hut: 4,5 – 6 cm breit, gewölbt, ohne Buckel, trocken und glatt, frisch olivbraun, stark hygrophan, bald olivgrau bis blass graubraun, am Rand durchscheinend gestreift; Stiel: bis 9,5 x 1,1 cm, basal verjüngt, cremeweiß; Lamellen: aufsteigend bis gerade angewachsen, gedrängt, anfangs cremegrau, später cremerosa; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: fehlend; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen großteils intakt, in der obersten Lage überwiegend schmal, teils farblos, teils mit farblich unauffälligem, aber deutlich quergestreift inkrustierendem Pigment; Schnallen zahlreich; Lamellenschneide: heterogen, zumindest in Clustern mit keuligen, blasigen oder subzylindrischen Cheilozystiden; Maße: ca. 23-50 x 12-23 µm; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Maße: 27-39 x 10-13 µm; Sporen: heterodiametrisch, mit 5-7 normal ausgeprägten Ecken; Maße: 9,7 x 7,6 (8,3-10,8 x 6,7-8,2), Q=1,29 (1,18-1,37), 20 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 7: Entoloma spec.

Zur Bestimmung: Unklar. UG Rhodopolia. Passt weder zu E. noordeloosii noch zu E. nidorosum.

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Funddaten: 18.09.2025; MTB 8533-3-2-1, 1325 m; Koordinaten: 47,44722; 11,22184; D-By-Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Gemeinde Mittenwald, Kranzberggebiet; Bergmischwald (Fichte, Buche, Tanne) über würmzeitlicher Moräne; bei Fichten und alten Buchen an offener Stelle im Gras; gesellig (5 Fk);
Hut: bis 4,2 cm breit, gewölbt, trocken und glatt, graubraun (fvk4), bis zum halben Radius durchscheinend gestreift, hygrophan, vom Scheitel her olivgrau verblassend; Stiel: bis 9 x 0,6 cm, basal gleichdick, schmutzig cremefarben, längsfaserig; Lamellen: breit angewachsen, gedrängt, grau mit schwachem Rosaton; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: schwach, nicht signifikant; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis aus locker liegenden, in der obersten Lage teils kollabierten, schlanken Hyphen, Zellen glatt und farblos, in tieferen Schichten finden sich breitere Zellen und keulige Endzellen jeweils mit blass braunem diffusem intrazellulärem Pigment; Schnallen zahlreich vorhanden; Lamellenschneide: fertil; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen; Maße: 36-54 x 11-13,5 µm; Sporen: knapp heterodiametrisch, mit 5-7 (überwiegend 6) normal ausgeprägten Ecken; Maße: 8,3 x 6,7 (7,6-9,0 x 6,1-7,3), Q=1,25 (1,15-1,43), 20 Sp. vom Abwurf gemessen;

Nr. 8: Entoloma spec.

Zur Bestimmung: Unklar. UG Rhodopolia.

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Funddaten: 05.11.2025; 300 m, Koordinaten: 9,49595 E; 44,26708 N; Italien, Ligurien, Castiglione Chiavarese, Mossa, Monte Groppe; Steineichenwald; bei Steineiche; gesellig (ca. 10 Fk);
Hut: 3 – 4,5 cm breit, hygrophan; Stiel: basal schwach verjüngt, oft abgeplattet und gefurcht; Lamellen: gedrängt; Geruch: sträflicherweise nicht notiert; im Übrigen siehe Fotos; Mikromerkmale vom Exsikkat: HDS: Cutis, Zellen in der obersten Lage schlank, intakt, vor allem sehr schmale Zellen deutlich quergestreift, aber farblich unauffällig inkrustiert; in tieferen Lagen gibt es schwach differenzierte breite Zellen mit blassbraunem intrazellulärem Pigment; Lamellenschneide: fertil, ohne Zystiden; Basidien: 4-sporig, mit Schnallen, einige lang und schlank gestielt; Maße: 34-47[54] x 9,5-11 µm; Sporen: subisodiametrisch, mit 5-7 normal ausgeprägten Ecken; Maße: 8,2 x 7,2 (7,7-9,0 x 6,6-8,0), Q=1,14 (1,06-1,26), 20 Sp. vom Abwurf gemessen;