Russulaceae 2025

Bestimmungsliteratur: Sarnari (Russula in Europa), Gröger 2014, Einhellinger 1985, Marxmüller (Russlarum Icones), Funga Nordica (2-bändig, FN), Bresinsky A.: Russula-Bestimmungsschlüssel in Regenburger Mykologische Schriften 18 (2018), für Lactarius Gröger 2014, Fungi of Northern Europe Vol.2 (FNE2) und Fungi Europaei 7 (FE7) sowie Flora Agaricina Neerlandica 7 (FAN7 2018).
Die Mikrofotos der Sporen entstanden aus Abwurfpräparaten in Melzers.

Nr. 1: Lactarius semisanguifluus Heim & Leclair

Zur Bestimmung: Makroskopisch klar.

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Funddaten: 28.09.2025; MTB 7031-4-2-3, 460 m; Koordinaten: 48,92768; 10,97757; D – By –Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Gemeinde Pappenheim, Drei Linden; Wacholderheide mit lockerem Baumbestand über Jurakalkstein (Arzberg-Formation); bei Kiefer und Wacholder, verges. mit Chroogomphus; gesellig (ca. 6 Fk);
Fk eher schmächtig (bis 7 cm breit), Hut ganz frisch mit bläulichen Tönen, im Alter komplett grün verfärbend; Milch anfangs orange, nach einigen Minuten weinrot verfärbend; Stiel mit oder ohne Gruben;

Nr. 2: Russula exalbicans (Persoon) Melzer & Zvara

Zur Bestimmung: Auch makroskopisch klar.

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Funddaten: 03.08.2025;MTB 7735-4-3-2, 495 m; 48,21194 11,61247; D-By-München, Fröttmaninger Heide Süd; Schotterheide über spätwürmzeitlichen Schmelzwasserschottern; in einem Birkenwäldchen bei Birke und Weide (weiter entfernt auch Zitterpappel); gesellig (ca. 6 Fk), bei Birken im ganzen Gebiet in Mengen;
Hut: 5 – 9 cm breit, ganz schwach klebrig und etwas speckig glänzend, farblich variabel, oft scheckig, rosa, cremefarben, beige, olivgelb; Stiel: bis 6 x 1,8 cm, meist zylindrisch, bisw. zur Basis hin keulig erweitert, cremeweiß, grauend, bei einem Fk rosa überlaufen; Lamellen: gerade angewachsen, sehr gedrängt, cremefarben; Fleisch: siehe Schnittbild; Geruch: angenehm obstig (Apfel); Geschmack: Lamellen pikant, aber nicht nachhaltig scharf; Fleisch mild; Chemie: FeSO4 (Kristall am Stiel gerieben) beige; Guajak nach ca. 30 Sek. Blaugrün (eher langsam); Sporenpulver: trocken IIIa; HDS: aus banal zylindrischen Haaren mit abgerundetem Apex und einzelligen zylindrischen 4,5-6,5 µm breiten Pileozystiden; Sporen: breit ellipsoid, oft mit Hilardepression; Ornament aus isolierten Warzen und kurzen Graten, bis 1 µm hoch, einige auch zebriert, ohne Maschen, Plage schwach amyloid; Maße: 8,2 x 6,3 (7,0-9,5 x 5,5-6,8), Q=1,31 (1,16-1,40), 20 Sp. vom Abwurf gemessen;